Wasser im Heizöltank: Was Sie jetzt tun können
Fehlzündungen, ein unruhiger Brennerlauf oder wiederkehrende Störungen können auf Wasser im Heizöltank hindeuten. Kondenswasser, undichte Anschlüsse oder eingedrungene Feuchtigkeit können sich am Tankboden sammeln und die Funktion der Heizungsanlage beeinträchtigen.
Im folgenden Überblick erfahren Sie, wie Wasser in den Öltank gelangt, woran Sie das Problem erkennen und was bei Wasser im Heizöltank zu tun ist. Außerdem erklären wir, wie Fachbetriebe Wasser aus dem Heizöltank entfernen und was bei einem Heizöl-Erdtank besonders zu beachten ist.
Wie kommt Wasser in den Öltank?

Wasser und Heizöl vermischen sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Dichte nicht dauerhaft. Das schwerere Wasser sinkt nach unten und sammelt sich am Tankboden. Dort kann es Korrosion und Ablagerungen begünstigen. Gelangt verunreinigtes Heizöl in das Versorgungssystem, können außerdem Filter, Leitungen und Brenner beeinträchtigt werden.
Deshalb gilt: Lassen Sie einen Verdacht möglichst früh prüfen und die Ursache fachgerecht beheben.
Folgende Faktoren können dazu führen, dass sich Wasser im Öltank sammelt:
- Kondenswasser: Bei Temperaturunterschieden kann sich Feuchtigkeit an den Tankinnenwänden niederschlagen. Das Kondensat läuft nach unten und sammelt sich mit der Zeit am Tankboden.
- Undichte Stellen: Beschädigte oder nicht mehr richtig schließende Dichtungen, Domdeckel, Peilöffnungen, Entlüftungen oder Einfüllleitungen können Feuchtigkeit eindringen lassen. Bei außenliegenden Anschlüssen und Leitungen ist eine regelmäßige Kontrolle besonders wichtig.
- Befüllung und Arbeiten an der Anlage: In seltenen Fällen kann Feuchtigkeit über verunreinigte Schläuche oder Armaturen sowie im Zuge von Wartungs- und Sanierungsarbeiten in das System gelangen.
- Besonderheiten bei Erdtanks: Wasser im Heizöl-Erdtank kann unter anderem durch undichte Domschächte, Oberflächenwasser oder eindringendes Grundwasser entstehen. Steht Wasser im Domschacht, sollte zunächst geklärt werden, woher es stammt.
Wasser im Heizöltank erkennen: Mögliche Anzeichen
Nicht jede Störung der Heizung bedeutet automatisch, dass sich Wasser im Tank befindet. Folgende Anzeichen können jedoch auf ein Problem hindeuten:
- Der Brenner startet nicht richtig, schaltet sich wiederholt ab oder zeigt Fehlermeldungen.
- Filter oder Vorfilter sind auffällig verschmutzt oder weisen einen milchigen Rückstand auf.
- Eine fachgerecht entnommene Heizölprobe wirkt trüb oder zeigt eine deutlich abgesetzte Schicht.
- Am Tank oder an metallischen Bauteilen sind Korrosionsspuren erkennbar.
- Im Bereich eines Erdtanks steht Wasser im Domschacht oder Bauteile sind sichtbar feucht.
- Störungen treten wiederholt auf, obwohl Filter oder Brenner bereits überprüft wurden.
Eine Möglichkeit zur ersten Kontrolle ist Wasserpaste an einem geeigneten Peilstab. Bei Kontakt mit Wasser verändert sie ihre Farbe und kann anzeigen, ob sich am Tankboden eine Wasserschicht befindet. Eine verlässliche Beurteilung sollte jedoch durch einen Fachbetrieb und gegebenenfalls anhand einer fachgerecht entnommenen Probe erfolgen.

Welche Risiken entstehen durch Wasser im Heizöltank?
Bleibt Wasser über längere Zeit im Tank, kann dies verschiedene Folgen haben:
- Betriebsstörungen: Gelangen Wasser oder Ablagerungen in das Versorgungssystem, können Filter verstopfen und Brennerstörungen auftreten.
- Korrosion: Wasser am Tankboden kann insbesondere bei älteren Stahltanks Rost begünstigen. Im schlimmsten Fall können Schäden an der Tankanlage entstehen.
- Ablagerungen und Verunreinigungen: Wasser kann die Bildung von Schlamm und mikrobiologischen Verunreinigungen fördern. Dadurch werden Filter, Leitungen, Pumpen und Düsen stärker belastet.
- Zusätzliche Kosten: Werden nur Filter gewechselt oder Brennerstörungen behoben, ohne die Ursache im Tank zu beseitigen, kann das Problem erneut auftreten.
Wasser im Heizöltank: Was tun?
Wenn Sie Wasser im Heizöltank vermuten, sollten Sie systematisch vorgehen:
- Heizungsanlage sichern: Treten wiederholt Störungen auf, nehmen Sie die Anlage entsprechend den Herstellerangaben außer Betrieb und verständigen Sie einen Fachbetrieb. Wiederholtes Zurücksetzen des Brenners behebt die Ursache nicht.
- Mögliche Eintrittsstellen prüfen: Lassen Sie Domdeckel, Dichtungen, Peilöffnungen, Einfüll- und Entlüftungsleitungen kontrollieren. Bei Erdtanks sollte auch der Domschacht überprüft werden.
- Wassermenge feststellen lassen: Mit geeigneten Messverfahren oder einer Probe aus dem unteren Tankbereich lässt sich feststellen, ob und wie viel Wasser vorhanden ist.
- Wasser aus dem Heizöltank entfernen lassen: Kleinere Wassermengen können Fachbetriebe häufig gezielt am Tankboden absaugen. Bei größeren Mengen, Ablagerungen oder stark verunreinigtem Heizöl kann eine umfassendere Tankreinigung erforderlich sein. Verzichten Sie auf eigenständige Absaugversuche mit ungeeigneten Pumpen, Schläuchen oder Hausmitteln.
- Versorgungssystem kontrollieren: Nach der Entfernung sollten Filter, Leitungen und Entnahmeeinrichtung überprüft und bei Bedarf gereinigt oder ausgetauscht werden.
- Ursache dauerhaft beheben: Eine reine Entfernung des Wassers reicht nicht aus, wenn weiterhin Feuchtigkeit eindringen kann. Lassen Sie beschädigte oder undichte Bauteile deshalb fachgerecht instand setzen.
- Nachkontrolle durchführen: Prüfen Sie nach einiger Zeit erneut, ob sich Wasser angesammelt hat. Tritt das Problem wieder auf, wurde die Ursache möglicherweise noch nicht vollständig beseitigt.

Sonderfall: Wasser im Heizöl-Erdtank
Bei Wasser im Heizöl-Erdtank ist die Ursachenfindung häufig aufwendiger als bei einem im Keller aufgestellten Tank. Folgende Bereiche sollten dabei kontrolliert werden:
- Domschacht auf stehendes Wasser und undichte Abdeckungen prüfen
- Einfüll- und Entlüftungsleitungen auf Beschädigungen kontrollieren
- Außenliegende Anschlüsse nach Starkregen beobachten
- Mögliche Eintrittsstellen für Oberflächen- oder Grundwasser untersuchen
- Tankanlage bei begründetem Verdacht auf ihre Dichtheit prüfen lassen
Wird Wasser im Tank festgestellt, sollte nicht nur die Flüssigkeit entfernt werden. Ebenso wichtig ist es, die Eintrittsstelle zu finden, fachgerecht zu beheben und die durchgeführten Arbeiten zu dokumentieren. Andernfalls kann erneut Wasser eindringen.
Wasser im Öltank vorbeugen
Mit regelmäßigen Kontrollen lassen sich viele Probleme frühzeitig erkennen:
- Tank und Leitungen kontrollieren: Prüfen Sie die sichtbaren Bereiche der Tankanlage regelmäßig auf Feuchtigkeit, Korrosion, Verformungen und undichte Stellen.
- Dichtungen und Verschlüsse prüfen lassen: Domdeckel, Peilöffnungen, Einfüllstutzen und Entlüftungsleitungen müssen ordnungsgemäß schließen.
- Aufstellraum trocken halten: Feuchte Räume, undichte Fenster oder Kondenswasser an Leitungen können die Bedingungen rund um die Tankanlage verschlechtern.
- Domschacht sauber und trocken halten: Bei Erdtanks sollten Laub, Schmutz und stehendes Wasser entfernt sowie Abdeckungen regelmäßig kontrolliert werden.
- Füllstand beobachten: Eine zuverlässige Füllstandskontrolle hilft dabei, ungewöhnliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die nächste Bestellung rechtzeitig zu planen. Bei Bedarf können Sie eine Heizöltank-Füllstandsanzeige nachrüsten.
- Tankanlage regelmäßig warten lassen: Ein Fachbetrieb kann Ablagerungen, Korrosionsanzeichen und beschädigte Bauteile erkennen, bevor daraus größere Schäden entstehen.
Nach der Sanierung: Frisches Heizöl gezielt bestellen
Sobald das Wasser entfernt, die Ursache behoben und die Tankanlage wieder freigegeben ist, können Sie Ihre nächste Heizöllieferung planen. Wer den Füllstand kennt, kann den aktuellen Heizölpreis in Ruhe beobachten und den idealen Bestellzeitpunkt wählen.
MB Energy stimmt die Heizöl-Lieferung flexibel auf den Lieferort, die gewünschte Menge und den verfügbaren Lieferzeitraum ab. Lassen Sie bei Wasser im Tank zunächst die Ursache fachgerecht prüfen und beheben. Anschließend können Sie die benötigte Menge ermitteln und rechtzeitig Heizöl bestellen.
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